Rezept des Monats: Bärlauchtorte

1. April 2012

Bärlauchtorte

400 g Weizenmehl
1 Tl Salz
180 g Butter
3-4 Eßl Joghurt

500 g Bärlauch, klein geschnitten

1 Eßl Butter
400 g Fetakäse, zerkrümelt
500 g Magerquark
4 Eier
geriebene Muskatnuss
Pfeffer, Kümmel
100 g Walnüsse, gehackt

150 g Emmentaler gerieben

Weizenmehl, Butter, Joghurt und Salz zu einem Teig verkneten, ausrollen und auf ein gefettetes Backblech geben, Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Eine halbe Stunde  kalt stellen; dann 10 Minuten bei 150 Grad vorbacken.
Bärlauch in Butter andünsten, abkühlen lassen.
Käse, Quark und Eier verrühren und würzen, gehackte Walnüsse und den abgekühlten Bärlauch dazu geben, auf den vorgebackenen Teig füllen.

Mit dem Emmentaler bestreuen und bei 180 Grad ca. 40 Minuten fertig backen.

 Volksglaube

Bei den Römern war der Bärlauch der Göttin Ceres geweiht. Aus dem Saft wurde, mit Koriander gemischt, ein Liebestrank hergestellt.

Der Bärlauch war ebenfalls den Germanen und Kelten bekannt. Im Namen der Heil- und Wildpflanze ist das Wort Bär enthalten, Seelentier der Germanen und Fruchtbarkeitssymbol. Der Bärlauch galt als Frühlingsbringer. Mit seinem Erscheinen war die Kraft des Winters gebrochen.

Anwendung und Wirkung

stark blutreinigende Wirkung
Blutdruck senkend
beugt Gefäßverkalkung vor
gutes Mittel zur Verhinderung von Arteriosklerose

Blätter im Frühjahr und Zwiebeln in den Wintermonaten wirken heilend bei Arterienverkalkung, Magen- und Darmkatarrh und Bronchitis

Bärlauch ist eine „Eisenpflanze“. Wenn die Eisenaufnahme im Körper gestört ist, erleichtert er die Eisenresorption.

 


Wildkräuter

22. März 2012

Rezept des Monats: Gemischter Wildkräutersalat

Zutaten:

Salate je nach Angebot (z.B. Feldsalat, Friseesalat, Radicchio, Salatherzen)
Wildkräuter (z.B. Löwenzahnblätter, Gänseblümchen, Giersch, Scharbockskraut, Gundermann)
Gartenkräuter (z.B. Schafgarbe, Schnittlauch, Dauerkresse, Bärlauch, Pimpinelle)
Cherrytomaten
Frische braune Champignons
Butter

Für das Dressing:

Öl
weißer Balsamico-Essig
Honig
1 Tüte Balsamico-Kräuter (Knorr)
Essbare Blüten zum Garnieren (z.B. Borretsch, Dahlien, Kapuzinerkresse, Gold- und Bärlauch, Gänseblümchen)

Salate klein zupfen und auf einer flachen Schale verteilen. Wildkräuter verlesen, waschen, klein schneiden und auf den Salat geben (beim Löwenzahn evtl. oberes Blattdrittel entfernen). Gartenkräuter ebenfalls auf den Salat geben. Cherrytomaten halbieren und mit der Schnittseite nach unten verteilen. Pilze leicht mit Butter anbraten und am Salatrand verteilen.

Das Dressing bereiten und auf dem Salat verteilen. Mit essbaren Blüten garnieren.

Dazu schmecken sehr gut Bärlauchbrötchen.

Die Wildkräuter:

Scharbockskraut

Das Scharbockskraut bildet im Frühjahr die erste grüne Bodenschicht (Krautschicht). Die jungen, herzförmigen Blätter sind reich an Vitamin C. Mit ihnen heilte man früher Skorbut, eine Krankheit, die auf Vitamin-C -Mangel zurückzuführen ist. Daher lautet auch eine alte Bezeichnung für Skorbut „Scharbock“.  Vor der Blüte gepflückt,  können die jungen Blätter in frischen Salaten oder als Tee verwendet werden.
Die Inhaltsstoffe helfen bei Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden.

Scharbockskraut (Sabine Geißler, www.pixelio.de)

Gundermann

Der Gundermann ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler. Er wächst in nährstoffreichen Wäldern und Wiesen.

Volksglaube: Der Gundermann galt als Zauberpflanze, da er als erstes Grün des Jahres bei einigen Tieren besonders milch bildend wirkte. Unsere Vorfahren trugen Gundermannkräuter, wenn sie den Frühlingsanfang feierten.

Wirkung: schleimlösend, heilend, harnsäurelösend, magen- und lungenwirksam, bei Bronchialerkrankungen und allgemeiner Schwäche.

Anwendungen: Befindet sich Eiter im Körper, hat er eine anregende und ausgleichende Wirkung. Tee und Frischsaft der Pflanze helfen bei Blasenleiden, Leberschwellung, chronischem Husten und Schnupfen. Der Frischsaft wird bekömmlicher, wenn man ihn mit Joghurt verrührt. Bei Ohrensausen und Gehörleiden nach einer Erkältung kann man Frischsaft oder das ätherische Öl in die Ohren träufeln. Das ätherische Öl kann ebenfalls als Wundöl dienen, beispielsweise bei eiternden Wunden und Brandverletzungen.


Rezept des Monats Dezember: Lavendelkekse

11. Dezember 2011

Zutaten:
150 g Butter
115 g Zucker
1 Ei
170 g Mehl
1-2 Eßl. Lavendelblüten

Butter und Zucker schaumig rühren, das Ei hinzugeben und weiterrühren. Mehl und Lavendelblüten unterheben. Kleine Kugeln formen, flachdrücken und auf ein Backblech legen. Bei 180 Grad Celsius 15 – 20 Minuten goldbraun backen.

Lavendelanwendungen
Lavendel gehört ins Schlafkräuterkissen für einen tiefen Schlaf und gegen Hausstaubmilben. Lavendelöl und Olivenöl gemischt ergibt ein gutes Heilöl bei Verbrennungen. Kleine Mengen Lavendelöl helfen bei nervösen Störungen und Schlafproblemen.

Volksglaube und Mythologie
Lavendel war bereits den alten Ägyptern bekannt. Sie verwendeten ihn zur Einbalsamierung. Tatsächlich ist Lavendel ein klassisches Nervenberuhigungsmittel, das entspannt, ohne müde zu machen.

Lavendel durfte nur von Männern gepflanzt werden, obwohl er einer der klassischen „Muttergottespflanzen“ ist. Vielleicht stammt die Überlieferung aus dem Glauben, dass Lavendel die Unkeuschheit vertreiben sollte, und Frauen meinten, das sei für Männer notwendiger als für sie selbst. Der Duft sollte gegen Liebeskummer helfen.


Rezept des Monats September: Kürbis

11. September 2011

Kürbisrahmsuppe mit frittierten Gemüsestreifen

Zutaten:

600 g Kürbisfleisch ohne Schale, 40 g Butter, 60 g gewürfelte Schalotten, 1 gehackte Knoblauchzehe, ein halber Teel. Curry, 100 ml Weißwein, 600 ml Geflügelbrühe, 200 ml Sahne, geriebene Muskatnuss, 40 g Creme fraiche, 2-3 Eßl. geschlagene Sahne, 70 g geschälte Karotten, 70 g geschälter Sellerie, eine halbe Lauchstange, 400 g Pflanzenöl, 4 Eßl. gehackte Kürbiskerne, 2 Eßl. Kürbiskernöl, Salz, Pfeffer

Praller Kürbis mit Innenleben fotografierte Rainer Sturm, www.pixelio.de

Volksglaube:

In China ist der Kürbis das Wahrzeichen der Ärzte und Apotheker. Sie bewahren im Kürbis ihre Arznei auf. Daher ist der Kürbis ein Symbol für ein langes Leben und Gesundheit. Dem Kürbis sagt man eine besondere Verbindung zur Sexualität und Liebesfähigkeit zu. Deshalb war er die Speise älterer Frauen und Männer.

Allgemeine Anwendungen und Eigenschaften:

Aus dem Fruchtfleisch wird köstliches Gemüse, Marmelade oder Kuchen gemacht. Die Kerne werden geröstet verzehrt und medizinisch genutzt. Der Kürbis enthält viel Vitamin E und Selen. Er wirkt harntreibend und wundheilend.

Das Bauerncafé Sprengel wünscht Ihnen einen guten Appetit.


Rezepte des Monats August: Rund um die Ringelblume

4. August 2011

Ringelblumenbutter

Zutaten:
125 g weiche Butter
½ Teel. Curry
etwas Salz
2 – 3 Ringelblumenblüten

Zubereitung:
Butter, Curry und Salz vermengen und die klein geschnittenen Blüten dazugeben.

Bildnachweis: Ringelchen von Gitti Moser, www.pixelio.de

 Ringelblumenöl

Zutaten:
frische Ringelblumenblüten
Sonnenblumenöl

Zubereitung:
Ein Schraubglas mit frischen Blüten füllen und mit einem guten Sonnenblumenöl übergießen. Etwa drei Wochen in der Sonne stehen lassen, dann abfiltern, die voll gesogenen Blüten auspressen. Das Öl ist Grundlage von Salben und kann als Einreibemittel bei schmerzenden Muskeln und gezerrten Sehnen dienen.

 

Volksglaube:
Nach der Überlieferung sollen Männer, die sich bei Mädchen beliebt machen wollen, stets die Wurzel einer Ringelblume in einem violetten Tüchlein bei sich tragen. Sie sollen aber darauf achten, dass niemand bemerkt, was sie bei sich führen.

Nach einer Wetterregel zeigen Ringelblumen das Wetter an. Wenn sich die Blüten bis sieben Uhr Morgens nicht geöffnet haben, ist Regen unterwegs.

Eigenschaften:
wundheilend, antiseptisch, entzündungshemmend, blutreinigend, krampflösend, schweißtreibend

Das Bauerncafé Sprengel wünscht Ihnen einen guten Appetit und gute Besserung


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